Dies ist eine Pressemitteilung der Stadtwerke Bonn
Bereits 2020 startete die Bundesstadt Bonn gemeinsam mit der Mediengruppe Ströer das Projekt "Smart City Partnerstadt", um naturbasierte Lösungen zur Förderung der biologischen Vielfalt zu erproben in Zusammenarbeit mit SWB Bus und Bahn. Der erste Pilotstandort an der Haltestelle Bad Godesberg Bahnhof/Löbestraße markierte den Auftakt. Seitdem wurde das Konzept kontinuierlich erweitert und zahlreiche weitere Haltestellen mit Gründächern ausgestattet.
Nachhaltige und funktionale Vorteile
Die begrünten Haltestellendächer tragen erheblich zur Verbesserung des urbanen Klimas bei. Die verwendeten Sedum-Pflanzen, auch als "Fetthenne" bekannt, speichern Wasser, kühlen die Luft durch Verdunstung und nehmen Feinstaub auf, wodurch sich die Luftqualität verbessert.
Darüber hinaus sind die Gründächer pflegeleicht, speichern Regenwasser und bieten von Mai bis Oktober nektarreiche Blüten, die als wertvolle Nahrungsquelle für Insekten dienen. „Für unsere Fahrgäste bedeuten die bepflanzten Haltestellen mehr Komfort, denn das Grün spendet Kühlung an heißen Tagen und sorgt für eine angenehmere Warteatmosphäre“, so Anja Wenmakers, Geschäftsführerin SWB Bus und Bahn.
Katja Dörner, Oberbürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende von SWB Bus und Bahn, ist von dem umweltfreundlichen Nutzen der Begrünung überzeugt: „Mit ihrer insektenfreundlichen Bepflanzung dienen die Wartehäuschen als Trittsteinbiotope, die Lebensräume von Insekten und anderen Arten miteinander verbinden. Damit zeigen sie auf anschauliche Weise, dass auch die Begrünung kleiner Flächen ökologisch sinnvoll sein kann und regen dazu an, weitere Dächer oder auch Fassaden zu begrünen.“
Eine Bereicherung für die Stadt Bonn, findet Alexander Stotz, CEO Ströer Media Deutschland GmbH: „Die zunehmende Begrünung von Stadtmöbeln ist ein wichtiger Baustein für eine klimaresiliente Entwicklung von Städten. Seit einigen Jahren begrünt Ströer Infrastruktur-Angebote wie Wartehallen und Litfaßsäulen im öffentlichen Raum, sodass ein sichtbarer Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität und Verbesserung des Mikroklimas in der Stadt geleistet wird. Wir freuen uns, gemeinsam mit der Bundesstadt Bonn und den Stadtwerken Bonn an dieser Entwicklung zur Smart City weiter zu arbeiten."
Weiterer Ausbau geplant
Von den 45 begrünten Wartehallen befinden sich derzeit fünf in Bad Godesberg, drei in Beuel, vier in Hardtberg und 33 im Stadtbezirk Bonn, von Röttgen über die Innenstadt bis nach Tannenbusch. Dies entspricht etwa zehn Prozent der SWB-Wartehallen. Angesichts des Erfolgs sollen noch in diesem Jahr weitere Haltestellen mit Dachbegrünungen folgen.
Bürgerinnen und Bürger können ebenfalls zur Begrünung von Dächern und Fassaden beitragen. Informationen zu entsprechenden Fördermöglichkeiten sind unter www.bonn.de/klimafoerderung verfügbar.