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Eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur von Clara Marz, präsentiert von der Gleichstellungsstelle der Stadt Bonn.
Die deutsche Teilung ist seit inzwischen über drei Jahrzehnten Geschichte. Dennoch bestehen immer noch viele Klischees, die Frauen aus Ost- und Westdeutschland zugeschrieben werden. Trotz zahlreicher Widersprüche zeugen diese doch alle von der Überzeugung, die Frau aus dem Osten ticke so und die Frau aus dem Westen so. Woher diese Zuschreibungen kommen und was an ihnen dran ist - damit beschäftigt sich die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“.
Herausgegeben von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und kuratiert von Clara Marz ist die Ausstellung sowohl ein Beitrag zum Internationalen Frauentag 2025 als auch zum 35. Jahrestag der deutschen Einheit. Auf 20 Plakaten werden die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Frauen in der Bundesrepublik und der DDR der 1970er und 1980er Jahre dargestellt. Neben Texten finden sich jede Menge Fotos, Infografiken und QR-Codes, die unter anderem zu einem Videointerview und zusätzlichen audiovisuellen Begleitinhalten im Internet führen.
Ein Ausschnitt der Themen:
Klischees: typisch Ost – typisch West, Rückblick: 1960er/Anfang 1970er Jahre, Das (Selbst)Bild der Frau, Die berufstätige Frau: Alltag oder Ausnahme?, Rückblick: Frauen an die Arbeit, Heranwachsen: Frauen von morgen, Sexualität und Selbstbestimmung, Kinderbetreuung und Familienleben, Scheidung und selbstbestimmte Lebensmodelle, Karrierechancen und Selbstverwirklichung, Politische Frauenbewegung im Osten, Wiedervereinigung: Herausforderungen, Die Frauen von heute
Ziel ist es, auf diese Weise auf die vielfältigen Erfahrungen von Frauen aufmerksam zu machen und deren Lebenswirklichkeiten mit ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Zugleich wird die Frage aufgeworfen, ob die Frauen in beiden Teilen Deutschlands trotz unterschiedlicher politischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen durch ein gemeinsames Streben nach Selbstbestimmung in einem männlich geprägten System verbunden waren.
Die Ausstellung wird anlässlich des Internationalen Frauentages 2025 kostenfrei angeboten und ist während der Öffnungszeiten des Stadthauses, montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 15 Uhr, zu sehen.