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Bundesstadt Bonn

Dienstleistungszentrum soll an die Poststraße in der City ziehen

Im Zuge des Stadthaus-Umzugs soll das städtische Dienstleistungszentrum (DLZ) an der Poststraße in der Bonner Fußgängerzone untergebracht werden. Einen entsprechenden Vorschlag zur finalen Vertragsverhandlung mit dem Eigentümer der Immobilie, die Aaachener Grundvermögen, macht die Stadtverwaltung dem städtischen Betriebsausschuss für dessen Sitzung am 8. April 2025. Da die Vorlage Angaben zur Anmietung des Objekts enthält, ist sie nicht-öffentlich.

In der vierten und fünften Etage des Gebäudes Poststraße 23 soll das Dienstleistungszentrum untergebracht werden.

Die Stadtverwaltung möchte das vierte und fünfte Obergeschoss des Gebäudes Poststraße 23 anmieten, bekannt als früheres Karstadt-Gebäude, in dem aktuell DM, Aldi sowie Peek & Cloppenburg untergebracht sind. Der künftige Interimsstandort ist – unweit des Bonner Hauptbahnhofs – zentral gelegen, sehr gut mit Bus und Bahn erreichbar und wird sich nach Einschätzung der Stadtverwaltung positiv auf die weitere Belebung der Innenstadt auswirken.

Für ihr Dienstleistungszentrum im Stadthaus, das die Fachbereiche Meldeamt, Kfz-Zulassungsstelle und Führerscheinstelle kombiniert, benötigt die Stadtverwaltung eine innenstadtnahe Fläche von bis zu 4.000 Quadratmetern, auf der ein Besuchsaufkommen von circa 2.500 Personen am Tag abgewickelt werden kann.

„Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, mit der Poststraße 23 ein Objekt zu identifizieren, dass diese Kriterien erfüllt, und insbesondere die Gesamtbilanz bestehend aus Bürgerservice, Mitarbeitenden-Interessen, Wirtschaftlichkeit und zeitlicher Realisierbarkeit positiv ausfällt“, so Stadtdirektor Wolfgang Fuchs, der als Gesamtprojektleiter für das Großprojekt Umzug verantwortlich zeichnet.

Die Stadtverwaltung möchte die beiden Etagen ab dem 1. Juli 2026 für acht Jahre anmieten. Die notwendigen Umbauarbeiten werden durch den Eigentümer der Immobilie ausgeführt. Eine Eröffnung des Dienstleistungszentrums am neuen Standort ist somit im Zeitrahmen bis zum Leerzug des Stadthauses 2027 realistisch.

Hintergrund

Bis Ende 2027 wird die Stadtverwaltung aus dem Stadthaus am Berliner Platz ziehen. Der Großteil der dort untergebrachten Verwaltungseinheiten wird ihre Büros für mehreren Jahre an der Oberkasseler Straße im Beueler Süden haben. Publikumsrelevante Bereiche, wie das DLZ, sollen vorübergehend innenstadtnah untergebracht werden.

Nach Leerzug des Stadthauses sieht die Planung einen Teilabriss mit integriertem Neubau samt Kernsanierung des Gebäudekomplexes und anschließende Rückkehr der Stadtverwaltung vor. Der Berliner Platz wird auch in Zukunft Hauptstandort der Bonner Verwaltung sein.