Wer jetzt durchs Derletal spaziert, kann nun deutlich besser auf den unteren Teich schauen. Die beauftragte Firma "Rhiem & Sohn" aus Erftstadt hatte Teile der Ufervegetation entfernt. Dies war notwendig, um das Gewässer zu entschlammen und zu vertiefen. So kann die Gewässerqualität sichergestellt werden. Rund 1.500 Tonnen Schlamm wurden entfernt. Obwohl die Massen damit deutlich höher als vermutet waren, wird das Projekt innerhalb der kalkulierten Bausumme von 350.000 Euro abgeschlossen werden.
Die endgültige Fertigstellung ist für dieses Frühjahr geplant. Dann werden städtische Mitarbeitende des Gartenmeisterbezirks Hardtberg heimische Ufer- und Wasserpflanzen einsetzen. Diese stabilisieren zusätzlich das Ökosystem des Teiches und tragen zur Biodiversität bei. Teile der freigeräumten Böschung sollen auch zukünftig den Blick auf das Gewässer ermöglichen, andere werden mit heimischen Sträuchern wie Weiden und Faulbaum bepflanzt, welche auch in der Natur an solchen Stellen wachsen.
Neue und alte Bewohner
Vor den bautechnischen Arbeiten hatte die Firma "lanaplan" alle Fische fachgerecht aus dem Teich entnommen. Wenn sich die Biologie des Gewässers eingestellt hat, werden heimische Fischarten wie Schleien und Rotfedern wieder eingesetzt und durch Hechte ergänzt. Somit entsteht ein natürliches Gleichgewicht, welches ebenfalls dazu dient, das komplexe Ökosystem eines solchen Gewässers zu stabilisieren.