Inhalt anspringen

Bundesstadt Bonn

Befreiung Bonns im März 1945 – Veranstaltungen zum Kriegsende

Die Befreiung Bonns im Zweiten Weltkrieg jährt sich diesen März zum 80. Mal. Anlässlich des Jahrestags zum Kriegsende, am 8. Mai 1945, wird es städtische Veranstaltungen für Bonner*innen geben.

Fotografie der amerikanischen Kriegsfotografin Lee Miller: Kriegszerstörungen auf dem Bonner Münsterplatz, März 1945.

Anfang März 1945 rückten die amerikanischen Truppen auf Bonn zu. Am 4. März begannen sie, die Stadt ins Visier zu nehmen. Die Rheinbrücke und der Güterbahnhof waren die Hauptziele. Die Bonner Zivilbevölkerung suchte in diesen Tagen Schutz in Kellern und Bunkern. Bad Godesberg wurde bereits am 8. März an die Amerikaner übergeben (umfangreiche Infos dazu unter  https://www.bonn.de/themen-entdecken/bildung-lernen/zeitfenster.php (Öffnet in einem neuen Tab)).

Am 9. März 1945 befreiten die Amerikaner Bonn. Am Vormittag erfolgte die Übergabe im Alten Stadthaus (heutige VHS) durch Rechtsrat Dr. Horster und Stadtrat Dr. Hirtz. Bis Ende März nahmen die amerikanischen Truppen Beuel, Pützchen, Vilich, Geißlar und Schwarz-Rheindorf ein. Der Krieg endete für Bonn mit der Befreiung im März, während die Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde am 8. Mai 1945 den Zweiten Weltkrieg in Europa beendete.

Bilanz für Bonn

Durch Luftangriffe während des Zweiten Weltkriegs verloren in Bonn 1.564, in Bad Godesberg 173 und in Beuel 167 Einwohner*innen ihr Leben. Bonn gehörte zu den am stärksten in Mitleidenschaft gezogenen Städten des späteren Bundesgebietes. Im Hinblick auf die zivilen Opfer durch Luftangriffe war die Stadt ähnlich schwer betroffen wie die wesentlich öfter angegriffene und stärker zerstörte Nachbarstadt Köln. Zum Ende der Kampfhandlungen befanden sich noch schätzungsweise 43.000 der zu Beginn des Krieges 100.800 Bewohner*innen in der Stadt. 

Veranstaltung von Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum

Am Freitag, 21. März 2025, bietet die Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum Bonn in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (Regionalgeschäftsstelle Rheinland) eine Führung über die Kriegsgräberstätte auf dem Nordfriedhof anlässlich des 80. Jahrestages des lokalen Kriegsendes im Bonner Stadtgebiet an. Dort befindet sich die größte der 21 in Bonn befindlichen Kriegsgräberstätten des Ersten und Zweiten Weltkrieges. 

Björn Dzieran, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte, führt über das Areal und berichtet über deren Entstehung, Entwicklung und Bedeutung in der Bonner Stadtgeschichte. Auch über das Kriegsende und die damit einhergehenden Veränderungen und Herausforderungen, z. B. für die nun als „Displaced Persons“ geltenden befreiten Zwangsarbeitenden, wird berichtet.

Beginn: 16 Uhr 
Ort: Nordfriedhof Bonn, Kölnstraße 487, 53117 Bonn (Treffpunkt Haupteingang)

Der 90-minütige Rundgang ist für Personen mit Mobilitätseinschränkungen nur bedingt geeignet. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um eine Anmeldung per E-Mail an  gedenkstaettebonnde wird gebeten.

Veranstaltung im Stadtmuseum Bonn

Am Donnerstag, 8. Mai 2025, zeigt das Stadtmuseum 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa visuelle Zeugnisse der Befreiung Bonns im März 1945.

Sowohl videografische als auch fotografische Zeugnisse vermitteln Eindrücke von der Ankunft der amerikanischen Truppen, der befreienden Niederlage und des rettenden Zusammenbruchs in Bonn und den damaligen umliegenden Gemeinden. Das Stadtmuseum (Franziskanerstraße 9) ist an diesem Tag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Weitere Bonner Kulturstätten werden ebenfalls Veranstaltungen zum Jahrestag des Kriegsendes anbieten. Über kommende Termine können sich Bürger*innen im Vorfeld im städtischen Online-Veranstaltungskalender unter  www.bonn.de/veranstaltungskalender (Öffnet in einem neuen Tab) informieren.