Jedes Jahr am 8. März wird weltweit der Internationale Frauentag gefeiert - ein wichtiger Tag, um darauf aufmerksam zu machen, was in der Verwirklichung der Geschlechtergerechtigkeit schon erreicht wurde, und was leider noch nicht. Die Gleichstellungstelle der Bundesstadt Bonn hat anlässlich des diesjährigen Internationalen Frauentages wieder ein interessantes Programm zusammengestellt – erstmals finden der Markt der Möglichkeiten sowie spannende Workshops und Vorträge in der Internationalen Begegnungsstätte, Ollenhauerstraße 1, statt. Anlässlich des Internationalen Frauentages bietet sich eine gute Gelegenheit, die wertvolle Arbeit der Vielzahl von Vereinen und Organisationen in Bonn, die sich aktiv und engagiert für Frauen- und Gleichstellungsthemen einsetzen, sichtbar zu machen. Da der Frauentag dieses Jahr auf ein Wochenende fällt, verschieben sich die städtischen Veranstaltungen in die Folgewoche, hauptsächlich auf Freitag, 14. März 2025.
Markt der Möglichkeiten in der Internationalen Begegnungsstätte
Rund 30 Bonner Organisationen, Vereine und Beratungsstellen präsentieren sich von 10 bis 16 Uhr und laden zum Austausch ein. Um 12 Uhr wird Oberbürgermeisterin Katja Dörner die Teilnehmenden nach einem kurzen musikalischen Beitrag von Gabriela Vilchez, Vorständin der Regionalgruppe Bonn des Verbands binationaler Familien und Partnerschaften, begrüßen und einen Rundgang an den Ständen machen.
In der Internationalen Begegnungsstätte werden unter anderem auch zahlreiche interessante Workshops und Vorträge angeboten (teils mit Anmeldung). Zudem wird es im gesamten Stadtgebiet wieder viele weitere Programmpunkte zum Internationalen Frauentag geben, so zum Beispiel Stadtführungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten (Anmeldung nötig). Am Abend rundet wieder ein Kinobesuch im Woki den Internationalen Frauentag ab. Gezeigt wird der Film „Die Unbeugsamen 2“. Regisseur Torsten Körner porträtiert in diesem Dokumentarfilm Frauen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten der Deutschen Demokratischen Republik und ihren Kampf um Teilhabe und Selbstbestimmung. Details und Anmeldemöglichkeiten zu allen Programmpunkten finden Interessierte unter www.bonn.de/frauentag (Öffnet in einem neuen Tab). Dort sind neben den von der Gleichstellungsstelle organisierten, auch viele weitere Veranstaltungen im Stadtgebiet zu finden, die rund um den Internationalen Frauentag von Vereinen und Organisationen angeboten werden.
Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“ im Stadthaus
Aus Anlass des Weltfrauentages zeigt die Gleichstellungsstelle der Stadt Bonn auch die Posterausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“. Die Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur von Clara Marz ist vom 18. März bis 4. April 2025 im Foyer des Stadthauses zu sehen. Die deutsche Teilung ist seit inzwischen über drei Jahrzehnten Geschichte. Dennoch bestehen immer noch viele Klischees, die Frauen aus Ost- und Westdeutschland zugeschrieben werden. Trotz zahlreicher Widersprüche zeugen diese doch alle von der Überzeugung, die Frau aus dem Osten ticke so und die Frau aus dem Westen so. Woher diese Zuschreibungen kommen und was an ihnen dran ist - damit beschäftigt sich die Ausstellung „Frauen im geteilten Deutschland“. Weitere Informationen hier (Öffnet in einem neuen Tab).
Bürgermeisterin Sautter zu Gast bei der UN-Frauenrechtskommission
In Sachen Gleichstellung und Frauenrechte ist auch Bürgermeisterin Dr. Ursula Sautter demnächst unterwegs. Auf Einladung des Weltstädteverbands UCLG (United Cities and Local Governments) reist sie vom 9. bis 14. März 2025 zur 69. Frauenrechtskommission ins Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York. Die Frauenrechtskommission der UN ist die Fachkommission für Gleichstellung der Geschlechter und für die Förderung von Frauenrechten. Sautter ist die vom Rat entsandte Vertreterin Bonns im Rat der Gemeinden und Regionen Europas und wird in dieser Eigenschaft zahlreiche Termine wahrnehmen. Sprechen wird sie vor allem während des Tags der Städte und Regionen am 13. und 14. März 2025. Außerdem wird sie die Gelegenheit nutzen, um einerseits für den Standort Bonn zu werben, andererseits aber auch Projekte besichtigen, die für Bonn interessant sein können. Dazu zählt – ganz aktuell vor dem Hintergrund des soeben verabschiedeten Gewalthilfegesetzes – ein Besuch des Family Justice Centers der Stadt New York.