Der Umbau begann im Juli 2024 und wurde in acht Monaten abgeschlossen. Zunächst wurde der Platz halbseitig, im Bereich der ehemaligen Grube, mit einer großen Walze verdichtet, ein stabilisierendes Geogitter eingebaut und insgesamt um 30 Zentimeter angehoben.
Wasserstauende Schichten ließen den Platz früher nach Regenereignissen nicht richtig abtrocknen. Häufig gab es große Pfützen. Daher wurden 1.500 Meter Drainageleitung und 460 Meter Entwässerungsleitungen neu verlegt und über moderne Filtersysteme mit einer 90 Kubikmeter aufnehmenden Versickerungsrigole verbunden. Zusätzlich können mehr als 200 Kubikmeter Wasser oberflächlich in umlaufenden Geländemulden aufgefangen werden, was den Platz so vor Überflutungen bei Starkregen schützt.
Der Kunstrasen ist CO²-neutral und zu 60 Prozent aus biobasiertem Kunststoff hergestellt. Auf eine bituminöse (aus Erdöl gewonnene Baustoffe) Tragschicht wurde zugunsten einer umweltfreundlichen, elastischen Auflage aus recycelten PE-Schaum verzichtet. Die Verlegung erfolgte mit großen Puzzleplatten, die sich ggf. auch zukünftig bei Reparaturen leichter wechseln lassen.
Das alte Flutlicht wurde durch eine blendungsarme und sparsame LED-Beleuchtung mit Zeitsteuerung ersetzt. Zudem wurden die Barrierefüllung und Gitterelemente des alten Ballfangzaunes wiederverwendet. Zehn neue Fahrradbügel wurden durch den Radentscheid finanziert, und alle Bereiche des Sportplatzes sind nun barrierefrei zugänglich.
Am Samstag, 29. März 2025, Oberbürgermeisterin Katja Dörner, Bonns Bezirksbürgermeister Jochen Reeh-Schall sowie der Verein FC Hertha Bonn den Platz ab 11:45 Uhr im Rahmen des Jugendspielbetriebs feierlich einweihen.
Umsetzungsprozess und Kosten
Der Bedarf an einer Sanierung des Platzes bestand bereits seit Anfang der 2000er Jahre. Jedoch galten u.a. die schwierigen Standortbedingungen als Hindernisse. Im Jahr 2020 konnte eine Vorentwurfsplanung bei der Stadt in Auftrag gegeben werden, der Umsetzungsbeschluss folgte im April 2022. 2023 wurde dann die Ausführungsplanung und 2024 die entsprechenden Baufirmen beauftragt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,2 Millionen Euro.