Das Areal zwischen Sankt Augustiner Straße (Bundesstraße 56), Gesamtschule Beuel, Siegburger Straße (Landesstraße 83) und der Autobahn 59 hat große Bedeutung für die Bundesstadt Bonn. Zum einen ist es das einzig größere zusammenhängende Gebiet in städtischem Eigentum - rund 90 Prozent der Liegenschaften sind im Besitz der Bundesstadt Bonn - für die Verlagerung, Expansion oder Ansiedlung von Unternehmen aus Handwerk und Produktion handelt. Zum anderen wird die Stadt gezielt der Bedeutung des Klimaschutzes Rechnung tragen.
Das war und ist auch Oberbürgermeisterin Katja Dörner wichtig: „Dass wir nach vielen Jahren endlich den Weg frei machen für ein großes neues Gewerbegebiet in Bonn, ist sehr wichtig für eine gute wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt. In Pützchen legen wir den Fokus bewusst auf die Aspekte Städtebau, Mobilität und Klimaschutz. Wir werden beispielsweise das Prinzip des gestapelten Gewerbes sowie eine klima- und ressourcenschonende Bauweise berücksichtigen, ebenso wie das Schwammstadt-Prinzip, Dach- und Fassadenbegrünungen, möglichst autarke Energieversorgungen und die Sicherung öffentlicher Freiräume. Im Rahmen der Grundstücksvergabe werden wir auch ein betriebliches Mobilitätsmanagement verlangen.“
Der neu aufzustellende Bebauungsplan soll aufgrund der Komplexität, der Größe des Plangebietes und den zu erwartenden Eingriffen in Natur und Umwelt im sogenannten Vollverfahren aufgestellt werden. Dies beinhaltet einen vollständigen ökologischen Ausgleich des Eingriffs, die Erarbeitung eines Umweltberichtes sowie die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit.
Das Plangebiet wird gegenüber den ursprünglichen Plänen erweitert, um eine Verkehrsanbindung im Norden unmittelbar an die Sankt Augustiner Straße zu ermöglichen. In Abstimmung mit den Straßenbaulastträgern (Straßen.NRW und Autobahn GmbH) soll parallel das erforderliche Planfeststellungsverfahren zum Ausbau des Knotenpunktes erfolgen; eine grundsätzliche Zustimmung hat Straßen.NRW bereits signalisiert.